Tarifvertrag reinigungsgewerbe bayern

Die neue Vereinbarung tritt am 1. November 2012 in Kraft und läuft bis 2017. Es soll auch als Pilotvereinbarung für andere Sektoren dienen. So haben die VGZ und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) im Juni 2012 eine ähnliche Vereinbarung für Leiharbeitnehmer in Chemieunternehmen geschlossen. Die Chemische Vereinbarung hat die gleiche Laufzeit wie die in der Metallindustrie und Ergänzungen werden auch in fünf Schritten bezahlt werden. Die Skala reicht jedoch von 15 % bis 50 % für die Gehaltsstufen 1 und 2 und von 10 % bis 35 % für die Gehaltsstufen 3 bis 5. Es ist bezeichnend, dass die Betriebsräte mehr Mitbestimmungsrechte erhalten haben und Verhandlungen zur Regelung des Einsatzes von Leiharbeitnehmern durch einen Betriebsvertrag fordern können. Die Themen für eine solche Vereinbarung können vom Zweck und dem Einsatzgebiet, dem Umfang der Leiharbeit bis hin zur unbefristeten Beschäftigung dieser Arbeitnehmer reichen. Die IAB-Zahlen enthalten auch Angaben zum Anteil der Arbeitsplätze sowie zum Anteil der Beschäftigten, der durch Tarifverträge abgedeckt ist. Diese zeigen, dass 25 % der Arbeitsplätze durch Vereinbarungen auf Industrieebene und 2 % durch Betriebsvereinbarungen abgedeckt sind. Diese Zahlen sind niedriger als die der Arbeitnehmer, da größere Arbeitsplätze eher von Tarifverhandlungen erfasst werden als kleinere. In Westdeutschland sind nur 22 % der Arbeitsplätze mit bis zu neun Beschäftigten tarifvertraglich erfasst, entweder in der Industrie oder auf Unternehmensebene, verglichen mit 80 % der Arbeitsplätze mit 500 oder mehr Beschäftigten.

Die Parallelwerte für Ostdeutschland liegen bei 13 % (bis zu neun Beschäftigten) und 76 % (500 und mehr). Die kürzlich geschlossene Vereinbarung ermöglicht die uneingeschränkte Entsendung von Leiharbeitnehmern in jedem Unternehmen für 18 Monate. Nach Ablauf dieser Frist muss das Unternehmen prüfen, ob der betreffende Leiharbeitnehmer einen direkten unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten kann. Dieser Abwärtstrend ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass Arbeitgeber die Arbeitgeberverbände verlassen oder alternativ in ihnen bleiben, ohne an die von ihnen unterzeichneten Vereinbarungen gebunden zu sein (sogenannte OT-Mitgliedschaft), sowie darauf, dass neue Unternehmen entstehen und bestehende verschwinden. (Neue Unternehmen sind seltener an Vereinbarungen auf Branchenebene gebunden als bestehende.) Der Rückgang der Berichterstattung scheint in Ostdeutschland gestoppt zu haben, wo er seit 2012 weitgehend stabil geblieben ist, aber er hat sich in Westdeutschland fortgesetzt, wo die Gesamtverhandlungsabdeckung 2018 um 4 Prozentpunkte niedriger war als 2012. [7] Auf anhaltenden Druck der Gewerkschaften hin gilt in Deutschland seit dem 1. Januar 2015 ein Mindestlohn, obwohl Tarifverträge auf Industrieebene, die weniger als den Mindestlohn zahlen, bis zum 1. Januar 2017 gültig blieben.